LerntechnikenFaktenwissen lernen mit Karteikarten

Das Erstellen eigener Karteikarten hat den Effekt, dass der Stoff sortiert werden muss, wesentliches herausgearbeitet wird und durch das Schreiben zudem ein erhöhter Lerneffekt eintritt. Selbst erstellte Karteikarten sind auf die individuellen Bedürfnisse anpassbar und gut verständlich. Von vorformulierten Karteikarten ist daher abzuraten. Die Karten können leicht mitgenommen werden und in Wartezeiten lässt sich so das Wissen wiederholen. Insbesondere für das Lernen von Vokabeln bietet sich dies an.
Das Erstellen eigener Karteikarten ist jedoch sehr zeitaufwändig. Durch das gründliche Erarbeiten des Lernstoffes ist dies jedoch keinesfalls verschenkte Zeit. Eine Alternative zu klassischen Karteikarten können entsprechende Software bzw. Apps sein.
Tipps zur Gestaltung der Karteikarten
Wie die Karten gestaltet werden ist Geschmackssache. In der Größe haben sich DIN A 6 oder A 7 besonders geeignet erwiesen. Wem die Karteikarten zu teuer werden, der kann notfalls auch normales Schreibpapier verwenden.
Auf einer Karteikarte sollten höchstens drei Informationseinheiten stehen. Die Karten sollten mit Kopfzeilen bzw. Überschriften versehen werden. So sind einzelne Informationen auch leichter auffindbar.
Zum Wiederholen und Vertiefen des Stoffes oder zum Lernen von Vokabeln und Formeln bietet sich das Frage-Antwort-System an. Die eine Seite wird mit einer Frage beschriftet, auf der anderen die Antwort gegeben (bzw. das deutsche Wort auf der einen, das fremsprachliche auf der anderen Seite).
Die ständige Wiederholung festigt den Stoff. Es gibt verschiedene Systeme. Hilfreich kann auch eine Wiederholungsbox mit mehreren Fächern sein. Das erste Fach wird z. B. täglich bearbeitet. Eine Karte deren Inhalt gewusst wird wandert ein Fach weiter. Die weiteren Fächer werden in bestimmten Zeitabständen bearbeitet oder wenn sie voll sind. Karten, deren Inhalt gewusst wird wandern wiederum weiter, wurde der Stoff vergessen, so kommt die Karte wieder in das erste Fach.